Nicht Fisch, nicht Fleisch

Kürzlich brachten die Salzburger Nachrichten einen Bericht über ein Transgender-Schicksal. Coy Mathis ist eines von 5 Kindern einer Familie aus dem Westen der USA. Körperlich ist er ein Knabe, mental hat ihn die Natur als Mädchen angelegt. Eine bizarre Laune der Natur, aber nicht einmalig. Das zeigt uns, daß im Produktionsprozeß der Natur durchaus auch Webfehler passieren. Der Artikel arbeitet sehr gut heraus, wie es ist, wenn in einem männlichen Körper die Psyche einer Frau gefangen ist und das gilt auch umgekehrt. Es ist gut, daß die wissenschaftliche Erkenntnis heute so weit fortgeschritten ist, es zu unterlassen, die Natur „zu reparieren“. Die biologische Anlage eines Menschen besteht normaler Weise in einer klaren Ausstattung mit übereinstimmenden körperlichen und psychiscen Anlagen als Frau oder Mann. Und dieser normale Mensch ist nicht nur physisch verschieden, sondern „tickt“ auch – ohne Anleitung – verschieden, bestimmt durch sein Geschlecht. Der Artikel beschreibt, daß der bedauernswerte Coy, obwohl äußerlich ein Bub, sein Spielzeugauto ablehnte und lieber Mädchenkleidung trug. Angesichts dieser Erkenntnis ist man dann verwundert, daß es in Österreich (z.B. hier in Linz) „geschlechtssensible“ Kindergärten gibt. In diesem Genderprojekt werden Mädchen zum Spielen mit Spielzeugautos und Bauklötzen angeregt und durchaus auch zum „Raumgewinn“, was man auch mit Rangeln umschreiben kann. Buben wird dagegen Puppenspielen und auch „rollenunspezifische“ Bekleidung nahe gebracht. Die Genderdoktrin lehnt ja das „binäre“ (biologische) Geschlecht ab (Judith Butler, „Die Macht der Geschlechternormen“) und Simone de Beauvoir meint: „Man kommt nicht als Frau zur Welt, man wird es. Keine biologische, psychische oder ökonomische Bestimmung legt die Gestalt fest, die der weibliche Mensch in der Gesellschaft annimmt“. Butler und Beauvoir sind nicht die einzigen Ikone der Genderdoktrin und vor allem sitzen ihre gläubigen SchülerInnen mittlerweile in allen UNO- und EU-Gremien und natürlich in allen Ministerien. Wer studierende Kinder hat, weiß vom Zwang zu Gender-Lehrveranstaltungen in allen Fächern und vorgeschriebenen Genderbezügen in allen Diplomarbeiten. Das kostet Studienzeit und ist für den Hugo. Daß auch Studentinnen dafür nur sehr begrenzt Verständnis aufbringen, lässt hoffen. Bemerkenswert am Genderunwesen ist aber seine Tarnung. Die abiologische Doktrin gibt sich gern als Lehre von der Frauengleichberechtigung, so wie auch der geschlechtssensible Kindergarten das Gegenteil von dem ist, was der Name vorgibt.

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