Klasse Artikel zur Indetitätsfrage!

Anbei ein Artikel, gefunden auf http://dieidentitaeren.tumblr.com/

 

Es lohnt sich auf jeden Fall hin und wieder auf diese Seite zu schauen!

Über die Vielfalt

Wir Identitäre sind Pluralisten, Befürworter und Vertreter der Vielfalt. Die Welt ist ein Pluriversum und schöpft ihren Reichtum aus der Artenvielfalt der Pflanzen, Tiere – ja, der ganzen Natur und auch letztlich der des Menschen.
Verschiedene Menschen-: kollektive Identitäten die sich über Jahrhunderte und –tausende so entwickelt haben, wie wir sind jetzt vorfinden – haben auch verschiedene Kulturen hervorgebracht. Wir reisen ja nicht in der Welt herum um allerorts das Gleiche zu sehen; wir erhoffen uns atemberaubende Kulturgüter, einmalige Kulturtraditionen und fremde, wie aber auch interessante, Lebensweisen. Sie sind uns fremd aber gerade von der Differenz die wir erleben, lebt nun auch die Faszination.

Der Leitsatz der Kulturwissenschaften ist „Bedeutung durch Unterschied“ – Unterschied schafft Bedeutung. Unterscheiden wir uns von jemandem, nehmen wir ihn als Besonders wahr. Nun versucht man durch eine geistige medienkulturell gelenkte Abschaffung der Unterschiede eben jene Differenz welche Identität verleiht zu verwischen und zu zerstören. Der beängstigende Gedanke dahinter – ein verstaubtes Relikt des 20. Jahrhunderts – ist: die Menschen „gleicher“ zu machen. „Alle Menschen sind gleich“ wird lapidar blödsinnig mit „Alle Menschen müssen gleich gemacht werden“ verwechselt. Ob sie das wollen oder nicht, wird nicht gefragt. Sollten sie das gar nicht wollen, ist „fehlende Aufklärung“ daran schuld. Oder Kolonisation.

Es ist ein selbstgefälliger, naiver, ignoranter und letztenendes rassistischer Gedanke, den nur wenige selbsternannte Eliten teilen – damit sie in der Nacht besser schlafen können. Und wenn man das Ganze „Emanzipation“ nennt, klingt es auch viel netter.
Doch es ist ein epistemologischer Trugschluss; denn umso „gleicher“ (sind sie es denn nicht?) die kollektiven Gruppen sind, seien es Ethnien, Länder, Kontinente, Kulturen, Geschlechter oder Minderheiten, also je weniger sie sich unterscheiden, desto bedeutungsloser werden sie. Durch die Auflösung der Differenz werden diese Kollektividentitäten zweck- und sinnlos. Unterschied schafft nun einmal Bedeutung. Der westliche Egalitarismus, diese ewige Gleichmacherei, frisst schlussendlich seinen eigenen Kinder. Noch dazu ist er stink langweilig.
Was das Leben, die Welt die uns umgibt, so aufregend macht, ist die Vielfalt.

Wir haben gerade Herbst: als „schön“ und „besonders“ empfinden wir die atemberaubende Farbvielfalt der herbstlichen Baumalleen und Wälder, diese erstrahlende Symphonie der Farben – und sicherlich nicht die triste grau-neblige Nud’lsupp’n die über der Stadt hängt.

Wird dieser zerstörerischer Vorgang im Gespräch problematisiert, wird der Einwand mit dem Verweis auf das selbstbestimmte (vermeintlich „emanzipierte“) Individuum aus der Welt geschafft. Es gäbe ja noch dich selber -: das individualisierte, losgelöste, alle Bindungen und Solidaritäten verlorene Subjekt. Schließlich muss ja wer die seelenlose Todesmaschinerie des Spätkapitalismus durch seine materialistische Konsumgeilheit aufrecht erhalten. Eben du: das Konsumschwein. Man stelle sich nur vor, man hätte einen Kollektivgedanken, einen traditionellen Bezugsrahmen, der immaterielle Werte vermitteln könnte. Der Rückhalt, Zusammengehörigkeit und Geborgenheit bieten könnte. Eine kollektive Identität vermitteln könnte. Das wäre für den liberalistischen Spätkapitalismus schrecklich!

Nur indem wir uns in unserer gewachsenen Identität erhalten und auch für den Erhalt der anderen Kulturen eintreten, erhalten wir die Vielfalt der Welt. Dabei ist klar, dass Identität dynamisch ist; sie ist eine große Erzählung. Nur wir wollen sie weiter erzählen.
Doch bevor wir für die Selbstständigkeit Tibets, für den Schutz südamerikanischer Indios kämpfen oder sonstiger uns „naheliegender“ Anliegen, werden wir in Europa ansetzen. Bei uns selbst. Denn sonst werden wir bald niemandem mehr helfen können.
Darum sind wir identitär.
Stehe auch du auf, zu kämpfen für deine ethno-kulturelle Identität!

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